Die sechs Pilates-Grundlagen sollten Sie als Erstes einüben und verinnerlichen, wenn Sie mit dem Sport beginnen. Haben Sie orthopädische Probleme, sollten Sie vorsichtshalber Ihren Arzt fragen, bevor Sie loslegen. Pilates ist zwar grundsätzlich gut, um etwa Rückenschmerzen entgegenzuwirken, kann aber in Einzelfällen auch kontraproduktiv wirken. Sind Sie schwanger oder haben sie vor einigen Wochen ein Kind geboren, halten Sie besser Rücksprache mit dem Gynäkologen. Ansonsten gibt es keine Einschränkungen: Pilates eignet sich für nahezu jeden und lässt sich auch in höherem Alter erlernen. Ob junge Männer oder ältere Frauen, aus den rund 500 Pilates-Übungen lässt sich ein passendes Programm zusammenstellen, das individuelle Bedürfnisse berücksichtigt. Als Pilates-Neuling üben Sie idealerweise zweimal pro Woche, aber auch wenn Sie nur einmal dazu kommen, werden Sie einen Nutzen spüren. Fortgeschrittene, die schon ein breites Übungsspektrum beherrschen, trainieren dreimal oder häufiger. Da sie in jedem Workout andere Schwerpunkte setzen, hat die Muskulatur Zeit, sich zu erholen.
Als Übungsdauer sind mindestens 20 Minuten zu empfehlen. Ob Sie eine Pilates-Session in den eigenen vier Wänden durchführen oder im Kurs, Sie beginnen immer mit Atem- und Entspannungsübungen für den Rücken und anschließender Zentrierung der Kernmuskulatur. Danach folgt ein systematisches Ganzkörpertraining, das in Bauch-, Seiten- und Rückenlage, im Vierfüßlerstand und im Stehen durchgeführt wird. Die typische Pilates-Stunde endet mit Dehnübungen.